Guten Abend Gemeinde.
Ich habe die für mich arbeitsmäßig ruhigeren Vorweihnachtstage genutzt und endlich einen original Tempomaten in meinen handgeschalteten 260er aus 1989 eingebaut. Als Spenderfahrzeug diente ein 300SE aus 1990, dessen gut erhaltene Bauteile unverschämt günstig im Bundle verkauft wurden. Die Bauteile wurden gesäubert und teilweise neu lackiert (z.B. Stellmotorhaube gold). Die Bauteile sahen nachher aus wie neu. Das Abschalten des Tempomaten beim Treten des Kupplungspedals regelt nun ein zweiter Bremslichtschalter, der durch einen eigens geschmiedeten Metallhalter nahe des Lenkstocks montiert wurde. Die Teile vom 201er und 124er passen hier nicht, da die Pedalerie vom handgeschalteten 126er komplett anders ist! Der Schalter wurde an dem schwarz/roten Kabel zum Steuergerät (Nr. 8 im Stecker Steuergerät) "dazwischengesetzt". Durch treten auf das Kupplungspedal geht der Tempomat aus, ohne dass das Steuergerät die vorher gefahrene/gespeicherte Geschwindigkeit vergisst (gleiche Funktion wie beim Treten des Bremspedals). Ferner musste das Steuergerät einen neuen Platz erhalten, weil das Kupplungspedal für den eigentlichen Steckplatz (vom Automatikwagen) im Weg ist. Der benötigte Kabeladapter für das Geschwindigkeitssignal am KI ist nicht mehr lieferbar - hier wurde an dem einstrangigen grün/schwarzen Kabel einfach ein neues grünes Kabel angelötet und angeschlossen. Die Anleitung zur Tempomat-Nachrüstung aus dem WIS ist hier gut und selbsterklärend.
Ende vom Lied. Die handgeschaltete 260er S-Klasse fährt mit der Tempomat-Nachrüstung hervorragend - alles funktioniert, wie es soll. Auch die anfängliche Frage, ob das Steuergerät mit Codierstecker aus einem 300er mit der Motor-Karakteristik des 260er´s harmoniert, löste sich flott in Luft auf. Funktioniert wunderbar.
Wer seinen handgschalteten 126er mit Tempomat nachrüsten möchte, kann sich für eventuelle Fragen gerne bei mir melden.
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Nun zur eigentlichen Frage: Beim Antippen des Tempomathebels merke ich, dass der Wagen minimal (wirklich ganz minimal) Gas gibt. Es geht also ein gaaaanz minimaler kleiner Ruck durch den Wagen. Zwischen dem Stellmotor und dem ganzen Klimbim des Gasgestänges ist eine Regulierstange montiert. Bei mir ist das diese flache Regulierstange, die mittels zweier Schrauben in der Länge justiert werden kann. Im WIS steht, dass diese Stange von Mitte Kugelkopf zu Mitte Kugelkopf auf 175mm eingestellt werden soll. Dieses Maß passt bei mir aber nicht, ohne die ganzen Teile (Stellmotor/Gasgestänge) in Spannung zu bringen. Würde ich die 175mm einstellen, würde ich entweder den kleinen Hebel vom Stellmotor zur Fahrerseite ziehen, oder das Gasgestänge mit den ganzen Hebeln auf Spannung bringen. Die Regulierstange ist jetzt bei mir so eingestellt, dass Stellmotor und Gasgestänge spannungsfrei sind.
Es kann natürlich sein, dass das mit der Spannung so sein muss. Hier nun die Frage, ob dieses anfängliche "leichte Gasgeben" beim Einregeln des Tempomaten mit der Einstellung des Reguierhebels zu tun haben könnte.
Vielleicht können M103-Fahrer ja mal ihre Erfahrung/Empfehlung zur Feinjustage abgeben. Das Ding läuft wunderbar, aber ich möchte als "Perfektionist" diesen super minimalen Ruck beim Einregeln weghaben. Danke.
BG
Jörg
260 SE – 5-Gang – 199/7700/071 - BJ 01/1989
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412, 440, 513, 531, 540, 590, 640, 731, 812
2-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.12.25 19:20.