Das kannst du sehen wie du möchtest...
Rechne dir mal die Übersetzungen zusammen...
Mal so für die Gedanken : ohne 4 ten Gang macht der Benz im 3ten Gang genau die Drehzahlen und Geschwindigkeiten
wie mit dem kurzen Diff.
Oder anders benannt : Du fähst 150 kmh im 4ten bei reduzierter Drehzahl und schaltest die Auromatik
per Hand in den 3ten Gang- alles möglich !
Im Ergebnis hast du die gleiche Gerschwindigkeit aber eben im ehemaligem Drehzahlbereich.
Und : das der Motor mit dem langen Diff. irgendwann an seine Leistungsgrenze stößt ist logisch.
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Oder :
Warum die lange V8-Hinterachse (2,47) perfekt für mein Flachland ist – aber nichts für die Berge.
Du hast das mit dem Umbau und den Gängen noch nicht ganz richtig verstanden.
Der Wagen verliert durch die lange Achse in den Bergen ja keine Kraft, er fährt dort nur in einer anderen Gangstufe.
Man muss das Ganze über die Physik der Drosselklappe und des Gaspedalwegs betrachten:
1.
Mein Revier: Das flache Brandenburger Land. Wenn ich hier im Flachland mit 4 Personen und
Gepäck bei 140 oder 160 km/h im langen 4. Gang dahinrolle, muss der Motor nach dem Beschleunigen nur noch das Tempo halten.
Gasanforderung:
Ich muss das Gaspedal nur leicht bis mittelschwer gedrückt halten.
Drosselklappe:
Sie steht nur auf ca. 40 bis 50 % geöffnet (Teillast).
Im Ansaugtrakt bleibt ein stabiler Unterdruck, das Benzin-Luft-Gemisch verbrennt absolut sauber und hocheffizient.
Weil der Motor dabei durch die lange Achse viel weniger Umdrehungen pro Minute machen muss (nur ca. 3.240 U/min bei Tempo 160),
spart das auf der Ebene massiv Reibung und locker 2 Liter Sprit.
2. Der Härtetest:
Die Berge (z. B. die steile A45 im Sauerland)
Wenn du mit der langen Achse, vollbeladen oder mit einem Anhänger eine steile Autobahn-Steigung hochfährst, schlägt die Physik gnadenlos zu.
Um das Tempo gegen die Steigung überhaupt zu halten, passiert im langen 4. Gang Folgendes:
Gasanforderung: Du (oder der Tempomat) musst das Gaspedal zu 100 % durchtreten (Vollgas).
Drosselklappe:
Sie klappt vollständig auf (100 % geöffnet).
Der Motor versucht gierig, Luft anzusaugen, aber wegen der niedrigen Drehzahl im Keller (nur ca. 2.630 U/min bei Tempo 130) fehlen
ihm einfach die Kolbenhübe pro Sekunde, um diese Luftmenge schnell genug zu verarbeiten.
Das Problem:
Das Vakuum im Motor bricht komplett zusammen (die Verbrauchsanzeige knallt an den rechten Anschlag).
Die Einspritzung (KE-Jetronic) merkt das und schaltet sofort in die sogenannte Volllastanreicherung.
Dabei wird extrem viel zusätzlicher Kraftstoff eingespritzt – nicht für mehr Kraft, sondern nur, um die Zylinder künstlich zu kühlen.
Der Wagen quält sich und säuft unheimlich viel Sprit.
Die mechanische Lösung für die Berge.:
Damit der Motor an solchen Steigungen nicht im Drehzahlkeller verhungert, schaltet man einfach manuell in den 3. Gang.
Durch die lange Achse ist mein neuer 3. Gang von der Übersetzung her fast exakt so lang wie früher der originale vierte Gang!
Der Motor dreht dann am Berg wieder mit gesunden 3.800 bis 4.000 U/min.
Dadurch hat er schlagartig so viel Kraft, dass die Drosselklappe wieder in den gesunden Teilbereich (50–60 %) zurückgeht,
die Überfettung aufhört und der Wagen den Berg absolut sauber hochzieht.
Fazit :
Der Umbau funktioniert auch in den Bergen – man fährt dort an Steigungen eben einfach im 3. statt im 4. Gang.
Aber wirtschaftlich Sinn macht die lange Achse nur im Flachland wie hier bei mir im Berliner Umland.
Nur auf der Ebene kann ich zu 95 % der Zeit im flüsterleisen 4. Gang mit halboffener Drosselklappe fahren und den echten Spareffekt nutzen.
In einer bergigen Region müsste der Wagen so oft in den 3. Gang zurückschalten, dass der ganze Vorteil verloren ginge.
Bitte sehr :-))