ich wollte mal eben einen kurzen Bericht über den Radlagerwechsel hinten (500SE Erstserie) geben...
Ein als gut vermutetes Radlager eines gebraucht erstandenen Koppelradträgers hat bei der ersten Probefahrt rythmisch geschilfert, später von Hand gedreht hats leicht in den Fingern gerumpelt. Bremsblech oder -Scheibe war es nicht, also naheliegendster Verdacht: das alte Radlager ist doch schrott.
Da ich eh noch meinen rechten Radträger mit defektem Rillenkugellager (und dazu ein neues Rillenkugellager) hatte, habe ich gleich Nägel mit Köpfen gemacht und dort alles zerlegt und einmal schick gemacht.
Als Radlager habe ich, wegen der schnelleren Verfügbarkeit, mal VAICO probiert. 20,- günstiger als SKF und noch vorm letzten Wochenende hier.
Ergebnis: Die Innenlager sind, gemessen vom Sitz des Außenrings aus, nen Ticken flacher als z.B. SKF - was wohl dazu führt, dass das korrekte Lagerspiel schon hergestellt ist, bevor die Quetschhülse (die sich am Innenring des kleinen Lagers und einem Absatz der Nabe abstützt) ihre Arbeit verrichten kann.
Es kam mir direkt irgendwie seltsam vor, dass das Lager plötzlich spielfrei war, ich aber kaum Kraft dazu aufwenden musste...wieder auseinandergebaut und die Quetschhülse hatte noch Originalmaß. Außerdem passte die Nutmutter schon nicht zur MB-Zapfennuß. Die Mutter musste ich in den Nuten etwas tiefer feilen, damit die Nuss draufgeht...
Fazit: trotz deutschem Hersteller/Vertrieb nicht wirklich brauchbar. Schade.
Also nochmal SKF bestellt und alles passt, wie gewohnt. Leider fehlt in dem Satz die Spannscheibe zum Anziehen der Antriebswelle im Flansch. Aber habe ich ja noch von VAICO...hoffe, die passt...