Ja, ich denke auch, dass ich nach einem Kauf - egal, welcher es am Ende wird - nicht mehr schauen werde, wo es was für wie viel gibt und mich mit Vergleichen unglücklich mache. Meine Entscheidung ist dann gefallen und fertig.
Und ich kann Dich so gut nachvollziehen. In den letzten 20 Jahren hatte ich entweder gerade genug Geld um über die Runden zu kommen oder so geringe Ersparnisse, dass ich nur Bastlerfahrzeuge hätte kaufen können. Immer Anzeigen geguckt und geträumt.
Es gibt ja unterschiedliche Menschen und Philosophien. Für viele ist es das Größte, selbst über Jahre ein Auto so herzurichten, dass es genau so wird wie man es immer haben wollte. Finde ich toll, aber man muss auch wissen was man kann und welche Persönlichkeitszüge man hat, die so ein Projekt gefährden. Ich bspw. wäre für so ein Projekt nicht geeignet, weil ich mich dafür zu schnell mit Provisorien arrangiere und trotz technischem Verständnis nicht kompetent genug, um am Auto auf dem erforderlichen Niveau herumzubasteln. Das hätte ein Bastlerfahrzeug mit guter Substanz nicht verdient und wäre besser bei jemandem aufgehoben, der sich diesbezüglich viel besser kümmern kann als ich.
Wie‘s im Leben läuft hat man nur begrenzt im Griff und jede Entscheidung birgt das Risiko, dass sich später Umstände so ändern, dass sie rückblickend ein Fehler waren. Wenn wir uns darum aber jedesmal zum Nichtstun entscheiden wird nicht nur nichts besser, sondern Unzufriedenheit ist vorprogrammiert. Abschließend bleibt‘s aber dabei: Ganz ohne Emotionen betrachtet geht’s um einen Gebrauchtwagenkauf, man sollte das nicht überhöhen. Es ist ein Glück, wenn man über solchen Luxus nachdenken darf, aber ein erfülltes Leben ist davon nicht abhängig. Kirche im Dorf und so…
LGD