Das Unwort „Daily Driver“ wurde bis zum Erbrechen in den Medien, in Foren und im privaten Umfeld herumgereicht. Jeder wollte plötzlich einen „Daily Driver“ – und wenn es nur ein zerfallener Golf 2 war, der mehr Rost als Zukunft hatte.
Dann kam das böse Erwachen: Aus bitterer Erfahrung haben viele festgestellt, dass ein als „Daily Driver“ missbrauchter Oldtimer nichts anderes ist als ein fahrendes Fass ohne Boden. Wer glaubt, was ihm in den Medien eingetrichtert wird, fällt früher oder später auf die Nase.
Am Ende ist es immer eine Frage zwischen Zeigefinger und Daumen, ob man einen "Oldtimer" wie den W126 wirklich als Alltagsauto nimmt – einen Wagen, der sich im Alltag auch mal 12 bis 18 Liter gönnt. Wenn man Spaß daran hat und Geld nur eine untergeordnete Rolle spielt, warum nicht. Aber man sollte wissen, worauf man sich einlässt.
Mein Opa sagte immer so schön:
„Ob sich jemand das Auto leisten kann, siehst du an den Reifen – und daran, ob er für 10 DM oder voll tankt.“
Die DM haben wir leider nicht mehr, aber die 10‑Euro‑Tanker gibt es heute mehr als reichlich.
Grüße Peter
Bin ein kleiner Oldtimer-Messie
Mercedes W126 280SE
Mercedes R107 280SL
Porsche 356 A Speedster
BMW M635 CSi
Fiat 500L