Hallo Markus,
meine beiden W 126 und der W 140 haben tatsächlich noch den ersten Auspuff.
Der W 124 hat schon mehrfach einen neuen Endtopf bekommen, weil die wirklich nur noch wenige Jahre halten.
Wir fahren beide nicht mehr zig Tausend Kilometer im Jahr.
Der 300 TE hat inzwischen fast 550 000 km runter .
Der ist aber in regelmäßigen Abständen Blechmäßig und Achsenmässig saniert worden.
Da wir ja alle Arbeiten selber durchführen, entfällt für uns der nicht zu vernachlässigende Punkt Werkstattkosten.
Wenn wir unsere Auto zum reparieren in eine Werkstatt bringen müssten ( wir wüssten nur nicht in welche ) würden wir sicherlich diese alten Autos nicht mehr als Alltagsfahrzeuge benutzen.
Die unverschämten Preissteigerungen beim MB und die beschissene Qualität waren ein Grund, das Werkstattgeschäft nicht mehr weiter zu führen.
Ob eine Heckdeckeldichtung für einen 124 TE 60 , 80 oder 150 € kostet, wäre dem Kunden egal.
Aber wenn MB 500 € !!! für eine Heckdeckeldichtung verlangt, fühlt sich der normale 124er Fahrer verarscht.
Natürlich gibt es preiswerte Nachfertigungen. Die sind aus einem Material, welches wie Gummi aussieht, aber eher an schwarzen Plastik erinnert.
Nach dem Einbau sind die so hart, das Türen und Hauben nicht richtig schließen , sondern einige Millimeter überstehen und zugeknallt werden müssen.
Und wenn ich in den neunziger Jahren für die Fuchs Querlenker der Vorderachse 175 € bezahlt habe, sind heutzutage Preise bei MB von weit über 1000 € eine Frechheit.
Natürlich gibt es die von Meyle oder ähnlichen Anbietern für 50 €.
Die Qualität ist aber nur für einmal TÜV oder W 126 Fahrer,die nur wenige tausend Kilometer im Jahr fahren .
Ist für eine gute seriöse Werkstatt unbefriedigend , solche Teile zu verbauen, weil der Kunde nach wenigen Jahren wieder kommt und sich über ausgeschlagene Teile beschwert.Mein Sohn hatte Kunden, die fast zwanzig Jahre ihre Autos von ihm reparieren lissen
Also meine ketzerische Aussage, alte Mercedes im Alltagsbetrieb zu bewegen, bezieht sich nur auf Leute die wenig fahren, sehr viel oder alles selber am alten Mercedes reparieren oder mehrere alte Fahrzeuge fahren, so das es in der Familie nicht auffällt, wenn mal ein Auto einige Tage oder auch Wochen zur Reparatur ausfällt.
Wer also einen W 124 T seiner Ehefrau als Familienauto gibt,kommt da schon ins schwitzen, wenn das Auto ausfällt und kein Dritt- oder Viertwagen bereit steht.
Grüße
Peter